Andy Schneider
steht hinter der Ferienbetreuung der Gemeinde Rothenburg ab 2024/25
Der Raum Seetalstrasse in Emmen ist ein zentraler Standort für die Wirtschaft im Kanton Luzern. 17 Unternehmen wollen jetzt den dortigen Standort fördern und entwickeln. Sie haben dazu eine Vision entwickelt, das Potenzial abgeklärt und ihre Forderungen im Rahmen der Ortsplanungsrevision Emmen eingebracht.
Seit rund 100 Jahren produzieren Unternehmen im Raum Seetalstrasse wichtige Güter und Dienstleistungen für die Bevölkerung. Über 2'600 Menschen arbeiten hier und tragen zentral zur Wertschöpfung im Kanton Luzern bei. «Der Raum Seetalstrasse ist aus kantonaler Optik sehr bedeutend und hat grosses Potenzial», sagt Ivan Buck, Direktor der Wirtschaftsförderung Luzern. «Es ist wichtig für unseren Wirtschafsstandort, dass wir den Werkplatz entlang der Seetalstrasse gemeinsam in die Zukunft bringen, – davon profitieren alle.»
Die Durchmischung der Branchen von Technologiebetrieben über Produktionsfirmen bis zu Bauunternehmen ist in dieser Form und Grösse im Kanton Luzern wohl einmalig. Sie macht den Werkplatz Seetalstrasse zu einem krisenresistenten Standort mit verlässlichen Arbeitsplätzen, hoher Wertschöpfung und zuverlässigen Steuererträgen. Mit der gemeinsamen Vision will der Verein Werkplatz Seetalstrasse diese Qualitäten für die nächsten Generationen sichern und weiterentwickeln. «Der Standort Seetalstrasse und die ansässigen Unternehmen haben für Emmen eine hohe Bedeutung», bekräftigt Gemeindepräsidentin Ramona Gut. «Wir begrüssen sehr, dass die 17 Unternehmen eine gemeinsame innovative Vision für die Zukunft entwickelt haben und diese partnerschaftlich mit Gemeinde und Kanton realisieren wollen.»
Die Vision zeugt von hohem Respekt vor der Natur, der Umwelt und den gesellschaftlichen Entwicklungen. So soll das historisch gewachsene Gewerbe- und Industriegebiet bis in 20 Jahren zu einem modernen und gut erschlossenen Standort mit grosser Arbeitsplatzdichte werden. Der Werkplatz Seetalstrasse erhält eine hohe Aufenthalts- und Arbeitsqualität mit starkem Bezug zur angrenzenden Landschaft. Der heutige Flickenteppich soll einer urbanen Architektur mit grosszügigen Freiräumen, Grünflächen und Alleen weichen. Die Bauten werden vorwiegend nach innen verdichtet. Wo nötig erhalten die Betriebe zusätzlichen Raum für eine massvolle Entwicklung. «Den schönen Landschaftsräumen und Naherholungsgebieten wollen wir Sorge tragen und die Biodiversität fördern. Hier kann man seine Mittagspausen verbringen oder nach der Arbeit Sport machen. Das ist im Wettbewerb um gute Arbeitskräfte ein wichtiger Faktor», erklärt Mark Bachmann, Präsident des Vereins Werkplatz Seetalstrasse Emmen.
Insbesondere sechs Handlungsfelder will der Verein Werkplatz Seetalstrasse in den kommenden Jahren vorantreiben und steht im Dialog mit dem Kanton und der Gemeinde Emmen: Sicherung und Erneuerung der Arbeitsplätze: Erhalt und Schaffung von zukunftsfähigen, attraktiven und langfristig gesicherten Arbeitsplätzen, gute Durchmischung der Branchen, Sicherung von hoher Wertschöpfung und damit zuverlässigen Steuererträgen. Lebensraum erhalten: Attraktive Gestaltung von Freiräumen, hohe Lebensqualität, viele Grünflächen und ökologischer Mehrwert. Überzeugende Gestaltung: Entwicklung des historischen Flickenteppichs zu einem attraktiven modernen Standort, Begegnungsplätze für die Menschen und einheitliche Spielregeln für die Gestaltung. Mobilität sicherstellen: Weiterentwicklung des öffentlichen Verkehrs, Ausbau der Velowege, innovatives Mobilitätsmanagement der Unternehmen mit Reduktion der Privatautos, Kapazität der Strassen für zwingende Fahrten von Handwerkern und Zulieferern oder Abtransporte nutzen. Förderung der Entwicklung: Sorgfältiger Umgang mit Landreserven, in erster Linie Entwicklung nach innen, Schaffung und Nutzung gemeinsamer Infrastrukturen zur Ressourcenschonung, Verpflichtung zur Nachhaltigkeit und Anstreben eines CO₂-neutralen Betriebs.
Unter «gemeinsamen Infrastrukturen» stellen sich die Unternehmen beispielsweise Restaurants, Photovoltaikanlagen, Wärme- und Kälteverbünde, Fitnessangebote, Kindertagesstätten oder Parkierungsmöglichkeiten vor. «Mit unserer Vision bekennen sich die 17 Unternehmen klar zum Kanton Luzern und zum Standort Emmen», betont Mark Bachmann. «Bei der Entwicklung wollen wir eigene Projekte vorantreiben und Themen Hand in Hand mit der Gemeinde Emmen, LuzernPlus sowie dem Kanton inklusive Verkehrsverbund und Wirtschaftsförderung angehen.» Beim regionalen Entwicklungsträger LuzernPlus begrüsst man die Initiative des Vereins Werkplatz Seetalstrasse. Armin Camenzind, Geschäftsführer von LuzernPlus: «Der Verein beweist, dass er sehr ganzheitlich und zukunftsgerichtet denkt. Das Vorgehen ist vorbildlich und erfolgt in Abstimmung mit unserem Gebietsmanagement LuzernNord.»
pd/sk
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