Andy Schneider
steht hinter der Ferienbetreuung der Gemeinde Rothenburg ab 2024/25
V.l.: Handschlag zwischen Daniel Kneuss (Kneuss Güggeli) und Daniel Bachler beim Einkaufen (bio-familia). Bild: screenFOODnet
In einem Container ohne Personal werden diverse Produkte aus der eigenen Produktion zum Verkauf angeboten. Der Zutritt erfolgt mit dem Smartphone, ebenso werden die Waren damit selbst gescannt und einfach digital bezahlt.
Die seit langer Zeit ungenutzte Brache inmitten der Stadt Luzern, wird durch eine innovative Zwischennutzung belebt. Ins Leben gerufen haben das Pilotprojekt die Luzerner Firmen Digitalrat, screenFOODnet und Storeconcept aus Hägendorf. Sie begleiten es zudem mit ihrer Expertise. «Der Schlüssel zur Anpassung an die digitale Transformation liegt in der Bereitschaft, ständig zu lernen und zu innovieren», erläutert Kevin Klak vom Beratungs-Netzwerk Digitalrat.
Am vergangenen Freitag haben Kneuss Güggeli, Guets us Obwalde und bio familia das Pilotprojekt «Direct.» offiziell eröffnet. Die involvierten Partner eint der Wunsch Innovationen real auszuprobieren, von diesen Prozessen zu lernen und daraus möglicherweise neue Geschäftsmodelle zu entwickeln. Es werden bekannte Produkte aus eigener Produktion verkauft und speziell für diesen Standort und Vertriebskanal abgestimmt. Produkte sind für Konsumenten und Konsumentinnen erhältlich. So etwa beliebte «Müesli» in Übergrösse oder eine Kneuss Güggeli-Gulasch Suppe für die Büromitarbeiter um den Pilatusplatz. Kneuss Güggeli ist ein inhabergeführter Familienbetrieb in der dritten Generation. Das Unternehmen in Mägenwil legt mit seinen zirka 180 Mitarbeitern Wert auf Qualität und faire Partnerschaften mit den regionalen Partnerbetrieben. Mit dem Pilotprojekt am Pilatusplatz begeht das KMU neue, unbekannte Wege. Dazu sagt Daniel Kneuss: «In einer sich ständig wandelnden Welt ist die Anpassungsfähigkeit unser grösstes Kapital. Wie schon mein Grossvater in den Gründungsjahren gehen wir damit zurück auf den Markt, direkt an den Endkonsumenten und wollen den Puls der Zeit fühlen.»
Der Container wird von den Kunden via QR-Code an der Tür mit dem eigenen Smartphone geöffnet. Die Produkte werden mit der damit aufgerufenen Website via Handykamera gescannt und direkt am Smartphone mit Twint, Apple Pay oder Kreditkarte bezahlt. Ein App-Download und eine mehrstufige Registrierung ist nicht nötig. Lediglich eine Verifikation des Zahlungsmittels vor dem ersten Besuch. «Die Zukunft des Handels ist digital, interaktiv und kundenorientiert», sagt Pierre Farine, der die innovative Fast aXs Software entwickelt hat. Diese moderne Software ist modular aufgebaut und befindet sich heute bereits bei vier unbemannten Konzepten von Spar oder in der Kneuss GüggeliBox in Mägenwil im Einsatz.
pd/sk
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